Sam in Tansania

zurück -.-

sit | 12 September, 2009 15:30

Seit gut einer Woche bin ich nun schon wieder zurück in der deutschen Heimat...

Einen krassen reversen Kulturschock habe ich nicht erlebt, obwohl es doch unangenehm auffällt, dass die Brasilianer Recht hatten:

Deutsche sprechen nicht mit Fremden... dafür gerne über sie.

Naja was soll's, a Mentalität mir au noch g'falle.

Nun ist es langsam Zeit, den Tansania-Blog zu schließen, vielen Dank für die Interesse.

Mehr Informationen zum Projekt gibt es hier: amani-kinderdorf.de

Wunderlich auf Sansibar

sit | 30 August, 2009 10:47

1. Tierliebe:

Ein Mann zehrt einen kleinen, struppigen braunen Hund auf einem Steg in Richtung Meer. An seiner Leine, einem braunen Seil, hebt er den Hund schliesslich hoch und tunkt den zappelnden Koeter dreimal gemuetlich ins Wasser. Dann heift er ihn wieder auf den Steg und geht wieder. Der Hund schuettelt sich und folgt seinem liebenden Herrchen schwanzwedelnd zu neuen Abenteuern...

 

2. Menschenliebe:

- "Viele deutsche Frauen kommen nach Sansibar und heiraten dann einen Sansibari, warum?"

- "Hmm, das hat verschiedene Gruende...manche "Wazungu", die noch unverheiratet sind, gehen einfach in andere Laender um einen Partner zu finden, andere weisse Frauen stehen einfach auf Schwarze..."

- "Mein Bruder hat eine deutsche geheiratet, jetzt ist er in Deutschland...Vielleicht heirate ich auch mal eine Deutsche."

 

3. Pocher-Liebe?

- "Kennst du Oliver Pocker?"

- "Oliver Pocher? - Ja, denn kenne ich..."

- "Oliver Pocker ist ein Luegner!"

- "Er ist auf jeden Fall ein schlechter Comedian - aber ein Luegner?"

- "Ja, ein Luegner! Er is zu uns nach Sansibar gekommen und hat behauptet, ein Fussball Trainer zu sein. Er hat unser Nationalteam trainiert und wir haben sehr schlecht gespielt...dann haben wir herausgefunden, dass er ein Luegner ist..."

- "Stimmt! Davon hab ich mal was gehoert und es wieder vergessen."

- "Jetzt ist oliver Pocker nicht mehr willkommen auf Sansibar."

- "Richtig so!"

- "Der soll nur noch mal vorbeikommen, dann kann er was erleben!"

 

4. Musikliebe:

Jambo, jambo bwana, habari gani, nzuri sana, zanzibar, zanzibar yetu...

 

5. Beim Ingwertee-Trinken:

-ich "Was liest du da?"

-er "Ein chinesisches Buch ueber das Gesicht-Lesen. Man kann alles ueber einen Menschen aus seinem gesicht lesen."

-ich "Kumbe!" (frei: sowas!)

-er "Ich sehe, dass du ein guter Mensch bist."

-ich "Das ist doch schonmal nicht schlecht."

-er "Du kannst ueberall auf der Welt leben."

...Das liegt wahgrscheinlich daran, dass ich ein Mann bin. Als Frau im Jemen, dann mal viel Spass!

 

6. "kumbe, wazungu na waarabu hawana tofauti..." (frei: Weisse und Araber sehen alle gleich aus...)

Aufgetaucht...bald ganz

sit | 28 August, 2009 14:57

Den Geraetetauchkurs (Scuba) habe ich heute mit 2 weiteren Tauchgaengen und einigen einfachen Uebungen unter Wasser erfolgreich zu ende gebracht und werde wohl noch bis sonntag auf sansibar bleiben und sonntag nacht mit der faehre zurueck nach dar es salaam fahren, um die letzten tage vor dem heimflug dort noch mit meinen flugkameraden zu geniessen, die noch in lushoto wandern sind.

in wenigen tagen sind ueber 13 monate tansania vorbei und der deutsche ernst des lebens beginnt mal wieder ;-)

 

Sansibar 2

sit | 26 August, 2009 13:47

Ich habe mich noch ein bisschen informiert, und muss meine aussage von unten etwas revidieren. das essen tagsueber ist in sansibar waehrrend des ramadhan nicht illegal, aber sehr unpopulaer...

man stelle sich vor siet 5 uhr am morgen keinen schluck mehr zu sich genommen zu haben und neben dir schiebt sich jemand n burger und n kuehles wasser rein...bloedes gefuehl!

gestern abend habe ich mich mit rafiki Amour und seiner entzueckenden Nichte Fathima zum abendessen getroffen, er hat mir fuer die Woche auf Sansibar eine !kostenlose! Dachwohnung in Stonetown zur verfuegung gestellt, da gerade season ist und die hotelzimmer bei USD 15 / Tag anfangen.

Heute haben wir die fuer den PADI OWD Schein notwendigen Pooluebungen gemacht und morgen gehts zweimal in den indischen ozean bis auf 18 m tiefe.

mashallah ;-)

Sansibar

sit | 25 August, 2009 15:30

ich habe gerade ein theorieexamen bestanden - und zwar im scuba-diven.

morgen geht es dann im pool und danach im indischen los mit der praxis.

und wenn ich den schein habe geht es zurueck von sansibar wieder ans festland und bald in den flieger.

es herrscht zurzeit der islamische fastenmonat ramadhan und auf sansibar ist das essen und trinken in der oeffentlichkeit von 4 (morgens) bis 18 uhr VERBOTEN. selbst die touri-restaurants eroeffnen erst um 18:15.. mit dem untergang der sonne. dann erklingt durch ganz stonetown eine sirene, die muezzine singen und kraechzen und die maenner, die sich schon in restaurants versammelt haben, brechen ihr fasten mit datteln aus arabien und tee, danach wird erstmal gegessen.

touris duerfen essen und trinken kaufen und zuhause essen, kinder duerfen sogar manchmal auf der strasse wasser trinken, das ist nett.

ansonsten sagen immer noch alle jambojambotaxi aber der park an der kueste ist endlich fertig und das (touristische) herz der stadt kein silberner wellblechzaun mehr...immerhin.

 

ps: neue kommentare werden irgendwie nicht mehr angezeigt, nichmal ich kann sie lesen, also einfach mailen oder so...

Der letzte Monat beginnt

sit | 01 August, 2009 08:32

Am vergangenen Donnerstag haben wir (Felix, Joschka, Lukas und ich) unsere Nachfolger am Flughafen in Dar Es Salaam abgeholt. Zum Flughafen fuhren wir in rot-blaue Massai-Decken (shuka) gehuellt und huepften zum Empfang begeistert auf und ab. Zurzeit zeigen wir ihnen die groesste Stadt Tansanias und geben ihnen am Strand (Sunrise, Kipepeo) die Moeglichkeit, sich in Ruhe zu aklimatisieren - oder etwas Waerme zu tanken, immerhin sind die Naechte in Iringa respektive Mbeya zur Zeit winterlich kuehl.

Am 2. September werde ich Tansania fuer's Erste verlassen und am 3. in Frankfurtlanden... bis dahin heisst es, die Nachfolger einzuarbeiten und Abschied zu nehmen...

Reisehinweise für Mbeya

sit | 24 Juli, 2009 16:27

>>>> Werbung in eigener Sache: Hier geht's zum Reisebericht von Joschka und mir (Malawi und Mosambik) : http://picasaweb.google.de/JoschkaInTansania <<<<

Vorwort

Nachdem ich zufällig im Internet auf Horrorstories bezüglich des Mbeya Peak Hotels, der Internetverbindung in Mbeya und Mbeya im allgemeinen gestoßen bin, ist mir erst bewusst geworden, was für ein Schlangenloch diese schöne Stadt eigentlich sein kann, wenn man schlecht informiert dort auftaucht und dann auch noch zu allem Übel weiter nach Malawi reisen will um ein Kind zu adoptieren. Oder so.

  Ich zitiere: “It [the internet] was so slow, that I opened a window and played solitaire, whilst I waited for any response. I played a lot of solitaire! “ (http://www.travelblog.org/Africa/Tanzania/Zanzibar/blog-23129.html)

“DONT STAY AT Mbeya Peak Hotel BECAREFUL IF YOU STAY HERE! “ “Mbeya was a frightening experience to us, since everyone (even police and hotel staff) seemed to be in the same big mafia against us, with the touts. Even though no physical violence threat existed, the time there was not a nice experience. If you need to stay there, try to avoid Mbeya Peak, and there seemed to be no direct bus connection all the way to Malawi. And DO NOT PAY beforehand the bus, pay it to the driver/cashier, when you get to the bus, and only to the destination where that same bus takes you. “ (beides http://www.lonelyplanet.com/thorntree/message.jspa?messageID=12702297 )

 

Nach der Lektüre dieser beiden Webseiten kam mir die Erleuchtung: Es ist meine ethische Pflicht, meine einjährige Mbeya-Erfahrung zum Wohle der (deutschsprachig reisenden) Menschheit und zur gemeinnützigen Orakelei zu nutzen! Die folgenden Reisewarnungen, -hinweise und Verhaltensregeln mögen dem ein oder anderen gesetzestreuen Bürger vielleicht an meiner Ernsthaftigkeit zweifeln lassen, doch möchte ich die Zweifler unter den Lesern daran erinnern, dass in jedem Spaße ein wahrer Kern steckt. In diesem Falle macht erwähnter Kern das gleiche Volumen aus, wie der Kern einer zu früh gepflügten Advokado an derer Gesamterscheinung. Des weiteren sollte man sich bewusst sein, dass dieser Artikel aus meinen subjektiven Erfahrungen erwachsen und deshalb mindestens genauso unfehlbar wie der Papst ist. Er lässt sich teilweise auch auf andere Gebiete Tansanias verallgemeinern, besonders auf Mbeya in den Südlichen Highlands.

 

Nr. Eins - Übernachtung

Schlaf nicht im Mbeya Peak Hotel! Ob da wirklich nur Gauner herumlaufen? - Keine Ahnung. Ich habe in Mbeya bisher nur im Moravian Youth Hostel (nicht nur für Jugendliche) übernachtet. Dieses hat nämlich zahllose Vorteile: Es ist saugünstig, sauber, ruhig, liegt nahe am Bus Terminal und ist gut christlich. Einziger Nachteil: Es ist gut christlich - um nicht zu sagen: evangelisch, pietistisch, prüde. Genauer gesagt, sind die Moravian das internationale Äquivalent der Herrenhuther Brüdergemeinde. Das alles bekommt man eigentlich nicht negativ zu spüren. Was ich damit einzig und alleine subversiv sugerieren möchte: Dirnen dürfen nicht mit auf das Zimmer genommen werden.

Alternative: Ruf die Songwe Freiwilligen an und Schlaf bei ihnen in der Chill-Out-Lounge. Nachteil: Songwe liegt 23 Km auserhalb von Mbeya.

 

Nr. Zwei – Essen

Tired of Local Food? Ab in's Sinde Chinese Restaurant und los geht die Frühlingsrollenschlemmerei. Mein Favorit: Black Pepper Beef. Empfehlung unseres Vegetariers Lukas: Pork and Onion. Extra: Der Chef spricht Mandarin!

 

Nr. Drei – Fortbewegung

In den oben zitierten Beiträgen werden immer wieder betrügerische Fahrscheinaussteller erwähnt. Die Verhaltensregel hierzu ist ganz einfach: Nur wer ein echtes Booking Office (Bretterverschlag am Bus Terminal) besitzt, hat die Macht, im voraus valide Tickets auszustellen.

Faustregel: Nur für große Busse sollten / können Tickets im vorraus gekauft und Plätze reserviert werden. Alles andere (Coaster, DallaDalla, Taxi) wird im Fahrzeug bezahlt und hält sich an keine festen Zeitpläne.

Ein gutes Taxi kann man an den zwei sogenannten weiß-Indikatoren erkennen.

1.Das Nummernschild sollte weiß sein, da es sich dann um ein lizensiertes Taxi oder Dalla handelt.

2.Der Augapfel des Fahrers sollte mehr Weiß- als Rot-Anteile besitzen.

Vorsicht vor zu schnellen Schlüssen: Falls der (Taxi-, Bus-, DallaDalla-)Fahrer nur (dir) unverständliche Laute von sich gibt, heisst das nicht unbedingt, dass er unter Drogen steht. Tatsächlich gibt es hierfür sehr viele mögliche Ursachen:

Er spricht kein Englisch, sondern ein dir unbekanntes Swahili oder eine dir noch unbekanntere Stammessprache

noch fataler: Er redet tatsächlich Englisch

Er hat einen Zahnstocher zwischen die Zähne geklemmt und kann deshalb den Mund nicht öffnen

Er stammt aus dem Kongo und spricht fließend Französisch

Er singt ein Lied in einer ihm unbekannten Sprache

Er hat gekifft

Er ist mit dem ausgehandelten Preis unzufrieden und möchte dich ausrauben lassen.

Und selbst falls er unter Drogen fahren sollte, sollte man sich als Deutscher der alten Billiard-Weisheit stets bewusst sein: “Was man betrunken erlernt, kann man auch am besten im betrunkenen Zustand ausüben.”

Das gleiche gilt 100% auch für den “Kondakta”, also den Kassierer, Usher und Prügelknabe jedes öffentlichen Verkehrsmittel. Hierzu ein tansanischer Witz:

“Ein kleiner Junge fährt zum erstenmal alleine mit den DallaDalla (Sammeltaxi) und kräht lauthals: 'Wenn mein Vater ein Löwe wäre und meine Mutter eine Löwin, dann wäre ich soooo ein unglaublich starker Löwe! .... und wenn mein Vater ein Nilpferd wäre und auch meine Mutter ein Nilpferd wäre, dann wäre ich das dickste und mächtigste Nilpferd der Welt! .... Und wenn mein Vater ein Adler...', da fährt ihn der entnervte Kondakta wütend an: 'Und wenn dein Vater ein Alkoholiker wäre und deine Mutter eine Prostituierte, was wärst du dann?”, der Junge schaut ihn erstaunt an und erwidert dann: 'Kondakta.'”

 

Nr. Vier – Verbrecher

Richtige Verbrecher werden in Mbeya irgendwann festgenommen und aus Versehen zu Tode geprügelt. Deshalb gibt es nicht allzuviele Profis auf dem Gebiet. Potenzielle Gefährder der persönlichen Sicherheit sind meist junge Männer, die beim zweiten weiß-Indikator schlecht abschneiden und Uniformen privater Security-Dienstleister tragen.

Betrug beim Preis würde ich nicht als Verbrechen am Weißen bezeichnen sondern als für den Wazungu nervigen Oportunismus.

Der “Aidskranke” mit Kopfschmerzen und Krankenschein von 2002, der einen manchmal in der Innenstadt anspricht, ist übrigens auch ein Betrüger - obwohl er möglicherweise echt Aids hat. Lukas hat ihm jedenfalls seinerzeit einmal ein Mittagessen in der Markthalle gesponsert. Allah-u Akbar!

 

Nr. Fünf – Die Rastas

Das Moravian Youth Hostel ist zwar nahe am Bus Terminal, aber beim erstenmal durchaus nicht einfach zu finden. Bevor man sich auf der Suche an einen rotäugigen Security Guard wenden muss, sollte man nach einem rotäugigen Rastafari ausschau halten.

Die Rastas von Mbeya sind in der Regel bekifft, wollen Drogen und Kunsthandwerk verkaufen und dich bzw. Deine Schwester heiraten. Dafür bieten sie dir jedoch für einen kleinen Obolus ihre Schwester an (Ein alter Missionar dazu: “Wenn du die Sister da kaufst, bekommst du die Aidse gleich kostenlos dazu.”). Das alles stört jedoch keinen großen Geist, denn anders als auf Sansibar, arbeiten die Rastas in Mbeya (noch) nicht mit der Polizei zusammen, sind nur zu viert und leben ihre Verkaufsstrategie (“Love and Peace in Tanzania”) voll und ganz aus. Du suchst das Moravian Youth Hostel? - Kein Problem. Ein Coaster nach Malawi? - Ich sag dir was es kostet. Duch machst einen blöden Witz? - Ich lach darüber! - Und bei all dem Service werden sie fast nie aufdringlich und freuen sich über deine Freundschaft (One Love!), deine Kundschaft (selbstredend nur beim Kunshandwerk), einem ausgegebenen Drink oder leeren Versprechungen bezüglich deiner Schwester, die ganz bestimmt nur auf deinen Anruf aus Mbeya wartet um runter zum Songwe International Airport (in Bau) zu fliegen und Peter W. Tosh zu heiraten.

 

Nr. Sechs – Der Mbeya Peak

Ein wirklich schöner Gipfel, 1km über der Stadt. Ich war dreimal oben und es war immer super. Punkt. Achso: Der Guide kostet nunmal 18.000 TSH / Person - da ist dafür die Kulturtaxe gleich mit drin.

Reisebilder...

sit | 24 Juli, 2009 10:55

Nach langer langer Zeit sind endlich die Bilder der gemeinsamen Reise von Joschka und mir in Malawi und Mosambik online.

Alle Reise-Fotoalben gibt es diesesmal hier: http://picasaweb.google.de/JoschkaInTansania

Einen ausfuehrlicher Reisebericht haben wir auch erstellt, der ist aber aus technischen Gruenden noch nicht an dieser Stelle online...

MASHALLAH könnt ihr den REISEBERICHT jetzt aber ungekürzt auf Joschkas Blog genießen: http://joschkaintansania.blogspot.com/

 

Für pdf-Genießer und Feinde von Joschkas populistischem Blog ;-): Gebt bescheid, dann bekommt ihr den bericht als PDF zugesandt.

oder (falls ihr portugiesisch lesen koennt), einfach den blog unseres brasilianischen reisekameraden Guilherme auschecken: http://saiporai.wordpress.com/

oder auch fuer bilder ;-)

Der Grosse Fisch, den wir verspeist haben, heisst auf gut-Deutsch uebrigens Riesenzackenbarsch...

Stakmeister Sam in Mosambik

Auf diesem schoenen Foto sieht man, wie ich unser traditionelles Seglschiff (Dau) in den Hafen von Ibo stake ;-)

Malawi, Mosambik

sit | 13 Juni, 2009 12:08

Ich sitze gerade in einem kleinen Internetcafe mit unglaublich schneller (wirklich!) Verbindung in Cuamba, Mosambik nahe der Grenze nach Malawi.

Gemeinsam mit Joschka bin ich letzte Woche von Mbeya nach Malawi aufgebrochen und im kleinen Kuestenort Chilumba am Malawisee (Lake Nyasa) auf die Ilala gestiegen und bis nach Monkey Bay im Sueden des Sees geschippert. Dort haben wir eine Nacht in Cape McClear uebernachtet und sind dann auch schon weiter nach Mosambik, was wir vorher eigentlich gar nicht mehr machen wollten, aber da wir auf der Ilala einen Brasilianer und einen Kanadier getroffen haben, die diese Route machen und es eine einmalige Chance ist, mit einem portugiesischsprachigem Begleiter durch Mocambique zu fahren, haben wir uns spontan angeschlossen.

Morgen frueh geht's dann mit dem Zug nach Nampula und weiter zur Ile de Mocambique, dann ueber Pemba (nicht die sansibarische Insel...) an der Kueste wieder Richtung Tansania.

Wir haben in unserer Woche schon viel erlebt, von dem ich ein ander mal in Ruhe berichten werde...unter anderem die Begegnung mit einem Malawischen Member of Parliament, Pavianen, Immigration Officers, Schweinen, betruegerischen Fahrradtaxis und noch schlimmeren Geld-wechslern und platten Minibus-Reifen...

so verbleibe ich erstmal gesund aber "hart" uebernaechtigt mit gruessen an die Heimaten (Deutschland und Tansania)... auf die Fotos darf man gespannt sein!

Ein Pole für Afrika

sit | 05 Mai, 2009 10:30

Hezia, ein kleines Dorf in Mbozi zwischen Mbeya und der sambischen Grenze. Es ist 10 Uhr am Sonntagmorgen und ich spaziere mit meinem Gastgeber, einem jungen schweizer Umweltingenieur durch ein kleines Wäldchen. Ein tansanischer Mzee, ein sehr alter Mann, kommt uns auf seinen Stab gestützt entgegen und wir grüßen ihn auf der Stammessprache ("Mwakata" - "Ena"), dann erzählt er uns aus Swahili, dass er Hunger hatte und ob wir ihm nicht ein paar hundert Schilling geben könnten, auf dass er sich Pombe kaufen könne. Wir stutzen und freuen uns dann über seine Ehrlichkeit: Pombe ist lokal gebrauter Alkohol. Pombe am Sonntagmorgen - nein, dass können wir nun wirklich nicht finanziell unterstützen, aber "Pole!", dieses Wort hat er sich doch verdient. Sofort hellt sich das Gesicht des Mzee auf, er dankt überschwenglich für das Pole und schüttelt uns mehrmals kräftig die Hände bevor er energetisch ausschreitend weitergeht... "Pole!" - Das hört man in Tansania an jeder Ecke...Doch was hat das zu bedeuten? Das Pole erklingt immer dann, wenn es etwas zu bedauern gibt... eine heruntergefallene Münze, eine überquellende Windel, ein verpasstes Sammeltaxi oder der Umstand, dass jemand arbeiten muss. Aber auch bei abgebrannten Besitztümern und Todesfällen wird die Kondolenz mit einem mitfühlenden "Pole, Pole sana!" ausgedrückt. Die angemessene Antwort "Asante." bzw. "Asante sana!" (Danke./Vielen Danke!) folgt immer prompt und meist mit wirklicher Dankbarkeit. Eins zu eins ins Deutsche übersetzen kann man Pole nicht. Wir Deutschen quälen uns in Pole-Situationen immer mit peinlicher Berührtheit, "Gesundheit.", hämischem Grinsen, "Kann ich Ihnen helfen?" oder "Mein aufrichtigtes Mitleid!" herum, und es kommt irgendwie meistens blöd rüber. Da Lob ich mir das Pole, auch wenn es - wie sollte es anders sein - unter deutschen Voluntären allzu gerne ironisch verwendet wird... naja: Pole!

Korruption und Piraterie – Konsequenzen globalisierter Dekadenz(?)

sit | 29 April, 2009 18:52

Als hätten die Volkswirtschaften der entwickelten Nationen nicht schon genug mit Autoüberschüssen, faulen Krediten und Terroristen zu kämpfen – jetzt erwächst auch noch die moderne Piraterie zu neuen – der Weltwirtschaft schadenden – Dimensionen. Und nicht nur Somalia trägt dazu bei, dass man im Westen nicht gerne an Afrika denkt: Seit nun schon fünf Jahrzehnten fließt die sogenannte Entwicklungshilfe in das “Dunkle Kontinent” - und versickert in den Sümpfen von Korruption und Missmanagement. Die Kluft zwischen einigen Prozent reicher und der breiten Masse der armen und bitterarmen Afrikaner vergrößert sich ungebrochen, Bürgerkriege bleiben an der Tagesordnung und HIV breitet sich ungehemmt aus. Nach seinem Wahlsieg kündigte der neue Südafrikanische Präsident Jacob Zuma im April 2009 weitgreifende Landreformen an – was allen Kennern der Situation im Nachbarland Zimbabwe kalte Schauer den Rücken hinunter jagt. * * * * Das ist das Bild Afrikas, dass uns unsere Medien immer und immer wieder zeichnen. Vernachlässigen wir einmal, wie einseitig und sensationslüstern diese Art von Afrikaberichtserstattung ist. Vernachlässigen wir, dass durchaus nicht alle afrikanischen Kinder Fliegen in den Augen und Würmer im Bauch haben, dass bei weitem nicht alle afrikanischen Politiker und Polizisten korrupt sind und auch dass die große Mehrheit der Afrikaner friedlich und trotz allen Wandels in ihren Großfamilien gut aufgehoben leben und keinen Hunger leiden müssen. Wir vernachlässigen all dies, nicht weil es irrelevant wäre – ich halte es vielmehr für essentiell, dass sich das Bild von Afrika in unserer Gesellschaft weg vom ewigen Opferkontinent wandelt – nein, ich möchte all das in diesem Blogeintrag nur deshalb vernachlässigen, da es für seine Aussage irrelevant ist, denn Korruption und Piraterie sind leider durchaus auch Teil der afrikanischen Realität, und mit eben diesem Teil möchte ich mich befassen. * * * * Worin liegen nun also die Ursachen für diese Probleme? Es gibt sicherlich verschiedene verschieden tief gehende Erklärungsansätze: Die Afrikaner haben den Übergang von der vollständigen Bevormundung der Kolonialzeit zur Unabhängigkeit nicht meistern können, wer in einer korrupten Gesellschaft aufwächst, dem fällt es schwer, auszusteigen, es mangelt an Bildung, kulturelle Faktoren wie der Hexenglaube verhindern wirtschaftlichen Aufstieg, und, und, und...Die meisten dieser Theorien beinhalten sicherlich haufenweise Wahrheiten und doch wird meiner Ansicht nach eine Sache gerade von Experten der reichen Hemisphäre allzu gerne peinlich verschwiegen, den sie rüttelt an unserem Anrecht auf ein Auto und die heisse Dusche am Morgen. * * * * In Fernsehen und Magazinen, die westliche Inhalte senden, werden nie arme Weiße gezeigt, im Gegenteil: Wenn man sein Bild über Europäer und US-Amerikaner aus den billigen Soaps und vom Betrachten selten vorbeifahrender Touristen und GTZ-Mitarbeitern erwirbt, muss man zwangsläufig zu der Erkenntnis kommen, dass alle Menschen weißer Hautfarbe (Albinos ausgenommen) mindestens eine Villa und einen Geländewagen besitzen und sich die Probleme dieser Menschen lediglich um trivale Dinge wie die Liebe drehen. Sowohl in Werbespots als auch durch die (einseitige) Freihandels-Politik des IWFs in den letzten Jahrzehnten wurde und wird Afrikanern ober- aber vor allem unterschwellig immer aufs neue Versprochen, dass sie das Wohlstandniveau des Westens erreichen können, wenn sie nur fleissig sind / sich westliche Bildung zulegen / Krawatten tragen / ihre Märkte für Hühnerbeinimporte öffnen / Cola trinken / ihre Haut bleichen / ... * * * * Nehmen wir einmal den Fall an, dass ein tansanischer Durchschnittsbürger, dessen Eltern es sich leisten konnten ihn auf eine teure English Medium Primary School, danach auf eine gute Secondary School und vielleicht sogar zur Uni zu schicken, all die Erfolgsversprechungen ernst genommen hat und sich zum individualistischen Karrieremensch nach Vorbild des American Dreams entwickelt hat (eventuell unter Verlustigung einiger Charakterzüge der tansanischen Kultur wie das Bewusstsein des unbedingten Familienzusammenhalts). So landet er eines Tages vielleicht im tansanischen Parlament oder im Chefsessel eines Polizeipräsidiums – und muss feststellen, dass er im globalen Vergleich immer noch (materiell) ziemlich schlecht da steht. Können wir uns als Deutsche vorstellen, was dann in diesem Menschen vorgeht und was ihn dazu treibt, maßlos(#) zu werden ? - Wohl kaum...aber meine Hoffnung ist, dass wir lernen, es zumindest zu erahnen. Und was ist mit dem somalischen Fischer, dessen Erträge Jahr schwinden, bis er seine Familie nicht mehr ernähren kann und sich schließlich entscheidet sein Beutespektrum über die Wasseroberfläche zu verlagern. - Dürfen wir ihn unter moralischen Gesichtspunkten verurteilen, ohne zu wissen, wie wir uns in seiner Situation verhalten würden? * * * * Wenn die Kluft zwischen Arm und Reich (sowohl lokal als auch global) weiterhin immer größer und größer wird, wird es meiner Ansicht nach auf unserer Erde immer mehr und immer heftiger Konflikte geben, da Menschen Ungerechtigkeit auf lange Sicht nicht akzeptieren. Mit Sozialismus und Kommunismus historisch erledigt und nicht mit dem menschlichen Charakter vereinbar müsste man nach etwas neuem suchen - oder auch nicht? Vielleicht sollte man auch von den großen Idealen lassen und akzeptieren, dass die Welt nicht fair und der Mensch Egoist ist und stattdessen versuchen im Kompromisse zu finden und beispielsweise die noch immer im nationalen verhaftete demokratische Regierungsgewalt zu globalisieren und so die schon längst von Nationalgrenzen losgebrochene und so in einem Ordnungsvakuum mutierende Weltwirtschaft wieder an die Leine zu legen. * * * * (#) Auch wenn die Beträge, die in Tansania veruntreut werden, im Vergleich zu Abfindungen für unfähige Manager an der Wall Street gar nicht mehr so maßlos erscheinen.

Mzungu - der herumlaufende Weisse

sit | 07 April, 2009 10:31

Auf Anfrage moechte ich hier noch eine kleine Ergaenzung zu meinem Artikel "Swahili kurios" anbringen:

"mzungu" (plural: wazungu)

Ein Mzungu ist ein im tansanischen Sprachgebrauch ein "Weisser" (aber kein Albino) manchmal aber auch ein Europaeer oder Amerikaner beliebiger Hautfarbe...das Wort hat so also eine ethnische und eine kulturelle Bedeutung.

Interessant ist die Wortherkunft: Das Wort hat sich aus dem Verb kuzunguka entwickelt, was soviel wie herumlaufen (meist ziel- oder sinnlos), im Kreis laufen oder um etwas herum laufen bedeutet.

Die ersten Europaeer in Tansania waren Livingstone und co., also Entdecker, die aus afrikanischer Sicht sinn- und ziellos herumreisten, ohne Verwandte zu besuchen, Handel zu betreiben oder Krieg zu fuehren. Das brachte ihnen vermutlich diesen Namen ein.

Ein weiterer Grund ist, dass die Tansanier zu Beginn die weissen Maenner nicht auseinander halten konnten, vielleicht sogar als eine einzelne Person betrachteten. Wenn so ein Entdecker die Regenzeit am Tanganyikasee verbrachte, ein anderer in Tanga am indischen Ozean, und diese Informationen die beiden Orte erreichten, musste man davon ausgehen, dass der Mzungu auf magische Weise in sekundenschnelle gewaltige strecken ueberwinden kann (Der Glaube an Teleportation durch Hexerei ist auch heute noch lokal verbreitet, etwa in Sumbawanga, aber auch in Songwe.)

Heute gelten Wazungu (besonders auf dem Land) hauptsaechlich als Allwissende mit unerschoepflichen Geldreserven. Kinder fuerchten sich oft vor ihnen, aber meistens ueberwiegt die Bettellust, die einem ganz schoen auf den ***** gehen kann. Manche glauben auch, dass Wazungu Kinder essen... wer weiss das schon?

Muell und Trinkflaschen

sit | 03 April, 2009 14:31

Noch vor einigen Jahrzehnten gab es kaum Muell in Tansania, der nicht innerhalb einiger Monate oder Jahre verrottete, wenn man ihn hinter's Haus warf. Dann wurde irgendwann die Plastiktuete aus Europa, Asien und Amerika eingefuehrt... und Batterien und und und...

Jedoch gibt es keine Muellabfuhr, ausser vllt in grossen Staedten auch keine Muelldeponieen und auch dort sind das eher oeffentliche Muellverbrennungsflecken.

So muss auch in Songwe jeder sein eigenes Muellproblem bekaempfen, bei uns kommen da auch noch die leeren Wasserflaschen dazu, die durch den Konsum von Maji Afrika anfallen.

Diese Flaschen sind sehr nuetzlich... sie werden zum Speiseoel- und Milchtransport verwendet, als Schwimmer fuer Fischernetze und sogar zum erzeugen von Trinkwasser. In Buschdoerfern wird Flusswasser in leere Flaschen gefuellt und einige Stunden ins Sonnenlich gelegt, die UV-Strahlung toetet so alle Keime im Wasser.

All das war uns am Anfang unserer Dienstzeit nicht so bewusst, deshalb sammelten sich die guten Stuecke erstmal...

Von Tansania Feb Mar 2009

Jetzt haben wir endlich Maro, einen Kollegen mit PickUp (das beruehmt, beruechtigte Maro-Mobil, das Lukas nicht mehr besteigen darf - muetterliche Order ;-) ), dazu ueberreden koennen die Flaschen abzuholen und an Fischer zu verkaufen! Welch Freude!

Von Tansania Feb Mar 2009

Von Tansania Feb Mar 2009

...was den restlichen Muell angeht, sagt der Saarlaender (Lukas): "Jetzt wird geschwenkt!"

Von Tansania Feb Mar 2009

Swahili kurios

sit | 03 April, 2009 13:32

Swahili (sw.: kiswahili oder kisuaheli) ist eine Bantusprache, die in ganz Ostafrika mehr oder minder verbreitet ist.

Die Sansibari sagen: "Kiswahili wurde auf Sansibar geboren, ist in Tansania gross geworden, in Kenia erkrankt und in Uganda gestorben."

Ich moechte hier nicht auf die Sprache als ganzes eingehen, sondern lediglich auf einige interessante und / oder aus deutscher Sicht kuriose Vokabeln etc. eingehen, welche ich hier, hauptsaechlich in Mbeya, aufgeschnappt habe.

Swahili wird oft als eine Kunstsprache bezeichnet, da sie nicht sehr alt ist, sondern aus der Mischung von Bantusprachen mit arabischen (-shukuru = danken, salamaa = friedlich), persischen (pesa = Geld), englischen (Keeplefti = Kreisverkehr) und auch deutschen (shule = Schule, hela = Geld) Einfluessen. Das ist historisch bedingt. Die Sprache wurde zu erst im arabischen Alphabet niedergeschrieben, erst spaeter durch deutsche Missionare in lateinischen Lettern. Deshalb ist die Aussprache fuer Deutschsprachler recht einfach.

Die Grammatik ist hauptsaechlich "Bantu" geblieben, d.h. z.B. dass es immer einen Verbstamm gibt, der mit Vorsilben versehen wird, die Subjekt, Zeitform, Objekt und auch relativitaet definieren. Des weiteren werden die Verben am Ende gebeugt um die Bedeutung zu modifizieren. Hier 2 Beispiele:

1) 

-lala = schlafenlegen , hinliegen

umelala = du schlaefst (woertlich: du hast dich schlafen gelegt)

shoka lililolala hapa =  die axt, welche hier gelegen hat

2) 

-sikia = hoeren, fuehlen

ninakusikia = ich hoere dich

sikio - Ohr, Empfindung
-sikia - hören, fühlen
-sikia baridi - frieren
-sikika - hörbar sein
-sikitika - traurig sein
-sikitikisha - kränken, weh tun
-sikilia - zuhören, anhören
-sikiliza -  genau zuhören
-sikilizwa - einfluss haben, gehört werden
-sikilizana - aufeinander hören
-sikizana - sich verstehen
sikizano - Übereinstimmung

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-piga = schlagen

In Tansania wird alles geschlagen: Schueler, Kuehe, Hunde, Frauen und Taschendiebe... doch damit faengt die Hauerei erst an...:

 -piga simu (Telefon, Handy) - anrufen, telefonieren
 -piga picha (Foto) - fotografieren
 -piga hesabu (Summe) - zählen, rechnen
 -piga shimo - ein Loch graben
 -piga kengele - klingeln
 -piga kilele - Lärm machen
 -piga shauri (Rat) - sich beraten
 -piga vita - Krieg führen
 ...

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Beim Gemuesekaufen auf dem Markt wurde ich schon oefters gefragt, ob ich denn ein(e) "Lambo" haette, ich kannte die Vokabel nicht, nahm aber an dass es ein weiteres Wort fuer Plastiktuete (eigentlich "mfuko" oder "plastik" genannt) sei, da eine solche eindeutig damit gemeint war. Vor kurzem hat Lukas mich ueber die wahre Herkunft Lambos aufgeklaert: Sehr weit verbreitet sind hier blaue Plastiktueten, auf denen auf einer Seite ein Bild von Rambo (Sylvester Stalone) mit dem Schriftzug "RAMBO" gedruckt ist... kombiniert mit der L/R - Schwaeche vieler Tansanier ergab sich so ein netter Neologismus der ich wie ein Jahrhunderte altes Bantuwort anhoert.

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 -chimba dawa = nach Medizin graben (im Busch)

Dieser Audruck wird auch von den "Kondakta" (Schaffner) in Fernbussen verwendet, wenn der Bus mitten im Niemandsland anhaelt... der Konda ruft: "Chimba dawa!" - und tatsaechlich steigen fast alle aus und gehen gehorsam in den Busch...nur Medizin bringt niemand mit zurueck, dafuer ein erleichtertes Laecheln.

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 Die Familienmitglieder werden in netter und - wie jeder mit Geschwistern nur bestaetigen kann -zutreffender Babysprache benannt:

Opa = babu, Oma = nyanya (Tomate), Papa = baba, Mama = mama, grosser Bruder = kaka, Schwester = dada, kleiner Bruder = ndogo. - suessigkeiten heissen uebrigens "pipi".....

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Heiraten ist hier leider noch keine gleichberechtigte Angelegenheit,

so heiratet der Mann (-oa), waehrend die Frau geheiratet wird (-olewa).

Mann:
1. -oa - heiraten
2. optimistisch: -pata jiko - wörtl.: eine Küche bekommen, pessimistisch: -pata mzigo - woertl.: eine Last aufgebuerdet bekommen

Frau
1. -olewa - geheiratet werden
2. -pata nyumba - wörtl.: ein Haus bekommen = heiraten

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Und zu guter letzt noch eine geschmacklose Zugabe fuer den flachen Humor:

ulipofika = als du ankamst

alipofika = als er/sie ankam

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PS: So sieht die Kuecher zweier junger Herren aus, die noch keine "Kueche bekommen" haben (zumindest hin und wieder):

Von Tansania Feb Mar 2009
Von Tansania Feb Mar 2009

Unreflektierte Teilwerkkritik: Denkanstöße 2009

sit | 20 Februar, 2009 10:38

8 Uhr morgens, nach dem Erwachen:

„Habe nun, ach“ gestern in ‚Denkanstöße 2009’ (Piper Verlag, August 2008) gelesen; Erfreut durch die interessanten Thesen und doch etwas angewidert durch den hohen Grad des “Schlauschwätzertums”, der meiner Beobachtung zufolge dem deutschen Intellekt  so besonders zu Eigen ist.Mir ist durchaus bewusst, dass auch ich ein Anhänger dieser objektiven Polemik bin - und doch empfinde ich es irgendwie als abstoßend, wie vom hohen Ross der Neutralität und des themenbezogenen Allwissens herab beispielsweise die Politik (unter exzessiver Nutzung umformulierter Wiederholungen) für die Einbusen der der Arbeitnehmer in den letzten Jahren gegeißelt wird (Michael Sauga).

9 Uhr morgens:

Nach der Lektüre zweier naturwissenschaftlicher Essays (Robert B. Laughlin und George G. Szpiro) wieder mit dem Buch versöhnt.

Meine obigen Worte erscheinen mir jetzt doch etwas harsch.

;-)
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